




| warum ein buch über steine? |
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Meteoriten - was von aussen auf uns einstürzt,
Texte und Bilder im Schnittpunkt von Wissenschaft, Kunst und Literatur,
Verlag Niggli 2005,
ISBN 3-7212-0534-0
Im Meteoritensaal des Naturhistorischen Museums in Wien, vor etlichen Jahren, als der Raum noch durch eine schwere Eichentür vom Rest der Mineralogie abgekoppelt einen wohlbehüteten Schneewittchenschlaf hielt. Leere und Stille. Ruhetag im Museum, ich verfilmte damals das Gedicht Die Waldeinsamkeit von Heinrich Heine und war von der Schön- und Starrheit des Museums hingerissen. Das Filmteam baute im ersten Stock irgendwo zwischen ausgestopften Babyrousa babyrussas und Alligatoren die Kameraschienen für die nächste Einstellung auf, und ich staunte einen Stock tiefer über die vor mir ausgebreiteten Zeugen aus dem All.
«Meteoriten, aus dem Weltall auf die Erde herabgestürzte Stein- und Eisenmassen» las ich über den Vitrinen - dieser Satz wiederholte sich einige Male, aber vom ersten Moment an sah ich in dieser Sammlung eine Art Friedhof von unbekannten Außerirdischen. Bei jedem Stein ein Kartellen, auf dem steht: «gefallen am» mit der genauen Datumsangabe, dem Fundort oder dem Namen des nächstgelegenen Postamtes, der Provinz, des Landes.
Dieser Raum erschien mir wie eine Versinnbildlichung unseres Umgangs mit unserem Wissen im Allgemeinen: Es liegen Brocken greifbar da, man kann sie analysieren und benennen, Spuren verfolgen, Theorien aufstellen, allerdings: Vieles bleibt offen, nicht benennbar und uns nichts anderes übrig, als Wissenschaftsmodelle zu akzeptieren und sie zur Matrix unseres Denkens zu machen.
Um diese Lücken zu füllen und aus meiner eigenen experimentellen Neugier heraus, lud ich Wissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller ein, mit an diesem Thema zu arbeiten. Ich freue mich sehr, dass eine Auseinandersetzung entstanden ist, in der naturwissenschaftliche Forschung und künstlerische Produktionsdynamik in einer ungewohnten, spannungsvollen Konstruktion zusammenfließen, die den Leserinnen und Lesern dieses Buches einen hoffentlich lustvollen Erkenntnisgewinn verschaffen.
- Nives Widauer
Link zu Ö1-Highlights:
Reisende Sterne
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07.04 - 02.06.2005
Austellung Nives Widauer
Meteoriten - Video und Foto, Knoll Galerie Wien, Gumpendorferstrasse 18, 1060 Wien,
www.kunstnet.at/knoll
13.04.2005 18.45h
Meteoriten - was von aussen auf uns einstürzt
Buchvernissage, Naturhistorisches Museum, Meteoritensaal, Maria-Theresien-Platz 1, 1010 Wien, www.nhm-ac.at
23.04.2004 ab 15h
Bibliothek ungelesener Bücher
Julius Deutschbauer bittet zum Lesen und Handarbeiten im Zirkel zum Thema Meteoriten. Anschliessend (18h) Buchpräsentation von Nives Widauer "Meteoriten - was von aussen auf uns einstürzt", brick-5, Herklotzgasse 21, 1150 Wien
02.05.2005 18.30h
Meteoriten - was von aussen auf uns einstürzt
Buchpräsentation und Lesung Sibylle Omlin in Anwesenheit der Herausgeberin Nives Widauer, Galerie Stampa, Spalenberg 2, 4051 Basel,
www.stampa-galerie.ch
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Ein Auszug des im Buch weitaus ausführlicheren Glossars, das von Gero Kurat zusammengestellt wurde.
Achondrit Ein Steinmeteorit ohne Chondren und ohne chondritischem Gefüge. Einige Achondrite sind irdischen Laven recht ähnlich und es wird daher angenommen, dass sie von einem großen Asteroiden stammen (Vesta - HED-Meteoriten) oder gar von einem Planeten (Mars-SNC-Meteoriten) .
Allende Pueblito de Allende, Chihuahua, Mexiko, Kohliger Chondrit (CV3), gefallen um 1.05 Uhr am 8. Februar 1969. Einer der bestuntersuchten Meteoriten!
Andesit Vulkanisches Gestein, welches durch Aufschmelzen der ozeanischen Kruste in Subduktionszonen der Erde entsteht und welches die kontinentale Erdkruste aufbaut. Andesit besteht hauptsächlich aus Plagioklas mit etwas Biotit, Hornblende oder Pyroxen.
Aphel Der sonnenfernste Punkt der Umlaufbahn eines Körpers des Sonnensystems. Alle Körper bewegen sich auf elliptischen Bahnen um die Sonne.
Apollo Asteroiden Asteroiden auf Bahnen mit Halbachsen über einer Astronomischen Einheit und einer Perihel-Entfernung von weniger als 1,017 Astronomischen Einheiten.
Asteroiden Kleinplaneten oder Planetoiden mit Durchmessern von weniger als einem bis etwa 685 Kilometer (Ceres), welche sich hauptsächlich auf Bahnen zwischen jenen von Mars und Jupiter bewegen. Die meisten sind viel kleiner als Ceres und nur 200 - von vielen Tausenden - haben einen Durchmesser von mehr als 100 Kilometer.
Astronomische Einheit (AE) Der mittlere Abstand des Mittelpunktes der Erde zum Zentrum der Sonne (149500000 Kilometer).
Basalt Ein vulkanisches Gestein, hauptsächlich bestehend aus Olivin, Pyroxen und Plagioklas.
Brekzie Ein Gestein, bestehend aus Bruchstücken anderer Gesteine, welche mittels eines feinkörnigen Bindemittels verfestigt sind (verfestigter Schutt). Auf der Erde entstanden Brekzien u.a. durch Gletscher-Aktivitäten ("Höttinger Brekzie") oder durch tektonische Aktivitäten, auf dem Mond wurden sie durch Einschläge außerlunarer Körper gebildet (Impakt-Brekzien - auch auf der Erde bekannt).
Cabin Creek Arkansas, USA, Eisenmeteoriten (mittlerer Oktaedrit), gefallen um 15.00 Uhr am 27. März 1886.
Canyon Diablo Arizona, USA, Eisenmeteorit (grober Oktaedrit), mehr als 20000 Fragmente des Meteoroiden, welcher vor etwa 50000 Jahren den Meteor Crater (Barringer Crater, etwa l,2 km Durchmesser) schuf.
Chassigna Häute-Marne, Frankreich, «Dunit» (olivinreiches Gestein) des SNC-Meteoriten-Klans, gefallen um 8.00 Uhr am 3. Oktober 1815.
Chondrit Steinmeteorit, welcher Chondren enthält und eine chemische Zusammensetzung hat, welche jener des kondensierbaren Anteils der Sonnenmaterie entspricht. Die «gewöhnlichen Chondrite» sind die bei weitem häufigsten Meteoriten.
Chondre Kügelchen mit einem Durchmesser von etwa einem Millimeter oder weniger. Chondren sind Hauptbestandteil vieler Chondrite (daher der Name). Sie sind offensichtlich ehemalige Schmelztröpfchen, welche rasch abkühlten und meist feinkörnig kristallisierten. Manche enthalten auch Glas, womit sie eine sehr rasche Abkühlung anzeigen.
Coopertown Tennesee, USA, Eisenmeteorit (grober Oktaedrit), gefunden 1860.
Crab Orchard Tennessee, USA, Mesosiderit, gefunden 1887.
Differenziert Im Zusammenhang mit Objekten des Sonnensystems bedeutet dies, dass sich dieser Körper in Regionen verschiedener chemischer Zusammensetzung geteilt hat, wie z.B. die Erde, welche aus einem metallischen Kern, silikatischem Mantel und einer silikatischen Kruste besteht. Das war nicht immer so, sondern passierte in der Frühgeschichte der Entwicklung der Erde.
D'Orbigny Buenos Aires, Argentinien, Angrit, gefunden 1979. Der größte bekannte Angrit (16,55 kg).
Dunit Ein Gestein, welches hauptsächlich aus Olivin besteht.
Edgeworth-Kuiper-Gürtel Ein Gürtel um die Bahnebene der Planeten außerhalb der Umlaufbahn von Neptun, bewohnt von Kometen. Pluto ist wahrscheinlich auch einer der Bewohner, ein besonders großer, und auch Charon, Plutos Begleiter. Ansonsten finden sich viele dunkle bis rötliche Körper mit einigen Kilometern Durchmesser.
Einschluss Ein in einem Körper eingeschlossener Fremdkörper. Einschlüsse gibt es in Mineralien (z.B. Glas-Einschlüsse) und in Gesteinen (Fremdobjekte oder Objekte, deren Entstehung ungeklärt ist, z.B. Calcium-Aluminium-reiche Einschlüsse in Chondriten und Mikrometeoriten).
Extremophil Extreme physiko-chemische Bedingungen liebend, z.B. extremophile Lebewesen, welche sehr tiefe (unter 0 ° C) oder sehr hohe Temperaturen (über 70 °C) bevorzugen oder eine Salzsole als Lebensvoraussetzung («halophil») brauchen, was für die meisten Lebewesen absolut tödlich ist.
Feldspat Ein häufiges gesteinsbildendes Aluminium-Silikat.
Feuerball Ein sehr heller Meteor, verursacht durch einen außerirdischen Körper von Zentimeter- bis Meter-Größe. Jeder Meteorit fällt mit einer Feuerball-Erscheinung.
Geozentrisch Mit der Erde als Zentrum (z.B. einer Umlaufbahn).
Glorieta Mountain New Mexico, USA, Pallasit (auch mittlerer Oktaedrit), gefunden 1884.
HED-Meteoriten Der Meteoriten-Klan, bestehend aus Howarditen, Eukriten und Diogeniten, von dem angenommen wird, dass er vom Asteroiden Vesta stammt.
Heliozentrisch Mit der Sonne als Zentrum (z.B. einer Umlaufbahn).
Hraschina Agram Kroatien, Eisenmeteorit (mittlerer Oktaedrit), gefallen um 18.00 Uhr am 26. Mai 1751.
Impaktkrater Krater, welcher durch den Hochgeschwindigkeits-Einschlag eines Himmelskörpers gebildet wurde. Ein Teil der sehr hohen kinetischen Energie des einschlagenden Körpers wird in Schockwellen und Wärme umgesetzt und führt zur Explosion des Projektiles und eines Teils der getroffenen Materie, dessen Produkte der Krater und Auswurfgesteine (Impaktbrekzien) sind.
Inklination Im Sonnensystem bedeutet es den Winkel zwischen der Umlaufbahn eines Objektes und der Ebene der Erdumlaufbahn (Ekliptik).
Kamazit Alpha-Nickel-Eisen mit wenig (bis zu 7,5 Gew.%) Nickel. Hauptmineral der Eisenmeteoriten, Stein-Eisen-Meteoriten und Chondriten.
Kendall County Texas, USA, Eisenmeteorit, chemisch und strukturell anomal, gefunden 1887.
Kometen Kleine Objekte des Sonnensystems (einige Kilometer Durchmesser), hauptsächlich bestehend aus Eis (Wasser, Kohlendioxid u.a.m.) mit etwas Staub (Silikate und organische Verbindungen), werden daher auch als «schmutzige Schneebälle» bezeichnet. Sie gehören dem äußeren Sonnensystem an und bevölkern den «nahen» Edgeworth-Kuiper-Gürtel (gerade außerhalb der Umlaufbahn von Pluto) und die «ferne» Oort'sche Wolke, eine das Sonnesystem einhüllende Kugelschale mit einem Radius von bis zu 200000 Astronomischen Einheiten. Kometen, welche in das innere Sonnensystem abgelenkt werden, bewegen sich auf extrem elliptischen, ja sogar parabolischen Bahnen, werden in Sonnennähe erwärmt, wodurch das Eis sublimiert und den Staub freisetzt. Beides bildet die «Koma», welche den Kometenkern umgibt und vom Sonnenwind weggeblasen wird. Daher entwickeln Kometen zwei mächtige Schweife («Schweifsterne»), einen bestehend aus Gasen, der immer von der Sonne weg orientiert ist, und einen zweiten aus Staub, der als gekrümmter Schweif sichtbar ist. Nur etwa 4 Prozent aller bekannten Kometen sind periodisch wiederkehrend (wie z.B. Halley). Kometen sind die wichtigsten Lieferanten von Staub für das innere Sonnensystem und die Hauptmasse der außerirdischen Materie, welche täglich auf die Erde fällt, stammt von ihnen. Bewegt sich die Erde durch eine Kometenstaub-Bahn, haben wir das Vergnügen, Sternschnuppen-Schauer zu erleben (z.B. die Perseiden - Staub vom Kometen Swift-Tuttle).
Meteor Eine Lichterscheinung in der Atmosphäre, verursacht durch Reibungswärme von sich sehr schnell bewegenden Objekten (Meteoroide, Satellitenteile) in der Luft. Die große kinetische Energie der außerirdischen Objekte, welche mit 12-80 Kilometer pro Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen, wird dabei in Wärme umgewandelt, der Körper abgebremst.
Meteoroid Ein Objekt im interplanetaren Raum mit Kurs auf die Erde, wo es einen Meteor und vielleicht auch einen Meteoriten (Mikrometeoriten) produzieren wird. Diese Körper sind üblicherweise kleiner als ein Asteroid und größer als ein Molekül (etwa 0,000 000 010-1000 m) .
Meteoroidenstrom Ein Strom von festen Partikeln, welche von einem Mutterkörper (meist ein Komet) freigesetzt wurden und auf ähnlichen Umlaufbahnen die Sonne umlaufen.
Meteorschauer Mehrere Meteore die sich in etwa gleicher Richtung bewegen. Meteore eines Schauers scheinen von einem Punkt am Himmel ihren Ursprung zu nehmen, dem Radianten.
Mikrometeorit Ein kleiner Meteoroid, der den Eintritt in die Erdatmosphäre überlebte. Mikrometeoriten sind kleiner als ein Millimeter und tragen die Hauptmasse der auf die Erde fallenden außerirdischen Materie. Rund 100 Tonnen von etwa 0,2 Millimeter kleinen Partikeln stoßen täglich mit der Erde zusammen. Sie sind Hauptteil des interplanetaren Staubes, welcher hauptsächlich von Kometen stammt. Mikrometeoriten werden am besten im Eis der Polkappen gesammelt (Arktis und Antarktis), ihre kleineren Brüder, die stratosphärischen interplanetaren Staub-Partikel mit weniger als 0,05 Millimeter Durchmesser, können auch mittels hoch fliegender Flugzeuge und Ballone in der Stratosphäre gesammelt werden.
Murchison Victoria Australien, Kohliger Chondrit (CM2), gefallen um 10.58 Uhr am 28. September 1969. Einer der bestuntersuchten Meteoriten!
Nakhla El Nakhla El Bahariya, Ägypten, Pyroxenit des SNC Meteoriten-Klans, gefallen um 9.00 Uhr am 28. Juni 1911.
NASA National Aeronautics and Space Administration mit Hauptquartier in Washington D.C., USA.
Nogoaa Entre Rios Argentinien, Kohliger Chondrit (CMS), gefallen am Abend des 30.Juni 1879.
Oort'sche Wolke Eine Kometen-Wolke, welche eine Kugelschale bildet, das Sonnensystem einhüllt und wahrscheinlich einen Radius von 200 000 Astronomischen Einheiten hat -die äußere Grenze des Sonnensystems, 200000-mal weiter von der Sonne entfernt als wir. Möglicherweise gibt es mehr als eine Billion Kometen in dieser Wolke, alle typischerweise einige Kilometer im Durchmesser.
Panspermia Theorie, welche den Ursprung des Lebens im Weltall vermutet, von wo es durch kosmischen Staub oder Meteoriten auf die Erde gebracht wurde. Auch Pandemien (z.B. Grippe-Epidemien) werden auf diese Weise erklärt - heute nicht sehr populär. Perihel Der sonnennächste Punkt der Umlaufbahn eines Körpers des Sonnensystems. Alle Körper bewegen sich auf elliptischen Bahnen um die Sonne.
Petrologie Die Wissenschaft, die sich mit der Entstehung und Entwicklung der Gesteine beschäftigt.
Planetesimal Ein kleiner Körper, welcher im solaren Nebel gebildet wurde und als Baustein für größere Körper diente.
Plutonisch Ein plutonisches Gestein ist ein magmatisches Gestein, welches tief (Kilometer) unter der Oberfläche eines planetaren Körpers erstarrte (Tiefengestein) . Typische Vertreter sind Gabbro und Granit.
Poynting-Robertson-Effekt Die Sonnenstrahlung bewirkt einen Verlust des Drehmoments kleiner Körper (unter l cm), weshalb sie langsam auf Spiralbahnen in die Sonne fallen. Auf diesem Wege kreuzen sie auch die Erdbahn und werden von der Erde aufgesammelt (siehe Mikrometeoriten). Sehr kleine Partikel (unter 0,001 mm) werden durch den Strahlungsdruck der Sonne aus dem inneren Sonnensystem vertrieben.
Prambachkirchen Oberösterreich, gewöhnlicher Chondrit (L6), gefallen um 21.55 Uhr am 5. November 1932.
Präsolar Entstanden oder existent bevor die Sonne und das Sonnensystem gebildet wurden.
Radiant Der astronomische Himmelspunkt, von dem die Meteore eines Schauers scheinbar ihren Ursprung nehmen.
Regmaglypt Vertiefungen auf der Oberfläche von Meteoriten, welche an Daumeneindrücke erinnern. Sie entstehen beim Abschmelzen während des Abbremsens in der Atmosphäre und werden von lokalen kleinen Luftwirbeln verursacht.
Regolith Der Schutt, welcher die Oberfläche von Himmelskörpern bedeckt. Er entsteht durch wiederholte Einschläge von anderen Himmelskörpern (Impakt-Ackern) und besteht aus Gesteins- und Mineralfragmenten und Impakt-Gläsern.
Renazzo Emilia Romagna Italien, Kohliger Chondrit (CR2), gefallen um 20.30 Uhr am 15. Januar 1824.
Schmelzkruste Die geschmolzene äußere Kruste eines Meteoriten, welche während der feurigen Reise durch die Atmosphäre (Feuerball) gebildet wurde. Alle frisch gefallenen Meteoriten haben eine Schmelzkruste und sind an dieser relativ leicht als Meteoriten zu erkennen.
Shergotta Bihar, Indien, basaltischer SNC Meteorit, gefallen um 9.00 Uhr am 25. August 1865.
Siderophil Ein siderophiles Element liebt den metallischen Zustand («eisenliebend») - im Gegensatz zu den lithophilen Elementen, welche den oxidierten Zustand vorziehen («steinliebend»). Typische siderophile Elemente sind die Edelmetalle wie Platin, Iridium und Gold.
Sikhote-Alin Wladiwostok, Russland, Eisenmeteorit, sehr grober Oktaedrit, gefallen um 10.38 Uhr am 12.Februar 1947.
Suevit Auswurfbrekzie eines Impakts, bestehend aus Gesteins- und Mineralfragmenten und Glasfladen in glasreicher Matrix.
Supernova Explodierender Stern, dessen Leben damit beendet ist. Die meisten schweren Elemente wurden in Supernovae erzeugt, ohne sie gäbe es keine Steine und auch kein Leben.
Tieschitz Mähren, Tschechien, Gewöhnlicher Chondrit (H3), gefallen um 13.45 Uhr am 15. Juli 1878.
Zodiakallicht Ein schwacher Lichtschein sichtbar kurz nach Sonnenuntergang am westlichen und kurz vor Sonnenaufgang am östlichen Himmel. Die Erscheinung wird durch Streuung des Sonnenlichtes an interplanetaren Staubteilchen verursacht, welche sich in der Ekliptik angesammelt haben.
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Sibylle Berg, geboren in Weimar, Lebt in Zürich und Tel Aviv, schreibt Theaterstücke und Bücher.
Gernot Böhme ist em. Professor für Philosophie an der TU Darmstadt. Seine Arbeitsschwerpunkt Liegen gegenwärtig in der Ethik und Ästhetik. Letzte Veröffentlichung: «Leibsein als Aufgabe. Leibphilosophie in pragmatischer Hinsicht» (2003).
Hartmut Böhme, seit 1993 Professor für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte am Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Natur- und Technikgeschichte in den Überschneidungsfeldern von Philosophie, Kunst und Literatur; Historische Anthropologie, insbesondere Geschichte des Körpers, der Gefühle und der Sinne; Literaturgeschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert; Ethnopoesie und Autobiographik; zahlreiche Publikationen.
Norbert Classen, 1965 in Waldfeucht, Rheinland, geboren, studierte Sprachwissenschaft und Philosophie. Er ist Autor mehrerer Bücher und arbeitet heute als freier Publizist und Lektor. Sterne und Steine haben ihn schon seit der frühen Kindheit in ihren Bann geschlagen, vor etwa zehn Jahren fand er die perfekte Kombination von Astronomie und Mineralogie in der Meteoritenkunde.
Julius Deutschbauer, geboren in Klagenfurt, lebt seit 1983 in Wien. Seit 1988 Ausstellungen (u.a. Kunsthalle Wien, Kunsthalle Basel, Shedhalle Zürich), Plakate, Bibliothek der ungelesenen Bücher, Theaterarbeiten (Thalia Theater Hamburg, Tanzquartier Wien, Schauspielhaus Zürich), seit 2000 im Duo mit Gerhard Spring.
Andrea Domesle ist freie Kuratorin, Kulturmanagerin und Journalistin in Wien. Sie hat zahlreiche Ausstellungen in Museen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien ausgeführt und eine Reihe von Artikeln zur bildenden Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts und zur zeitgenössischen Architektur veröffentlicht.
Johannes Grenzfurthner lebt ein spätkapitalistisch-prekär geprägtes Durchschnitts-Arbeitsleben als Künstler, Autor, Journalist, Theoretiker, Kurator und Performer in Wien. Er gründete die Kunst- und Theorieneigungsgruppe «monochrom» (u.a. Biennale Sao Paulo 2002) und ist Herausgeber der gleichnamigen Publikationsreihe.
Susanna Heimgartner studierte in Zürich Geschichte und Literatur, arbeitete als Diplomatin u.a. in New York und Paris, war von 1989 bis 1992 Redakteurin der Kulturzeitschrift «du» und leitete eine Abteilung der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Zürich. Sie lebt als freischaffende Kulturjournalistin in Zürich und Venedig.
Bodo Hell, 1943 in Salzburg geboren, lebt in Wien und am Dachstein. Prosa, Radio, Theater, Schrift im öffentlichen Raum, Texte zur bildenden Kunst, Fotos, Film, Musik, Ausstellungen, Almwirtschaft.
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David Jagerhofer, geboren in Klagenfurt, lebt seit 1979 in Wien. Erbe, Flaneur, Langschläfer und Giftmischer.
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Kurt Kladler, 1958 geboren, lebt und arbeitet als Kunstwissenschaftler und Galerist in Wien.
Walter Kugler, 1948 geboren. Nach Studium (Musik, Philosophie, Erziehungswissenschaften und Politologie) und Promotion, Lehrtätigkeiten an der Universität Köln und an der Freien Waldorfschule in Kassel. Seit 1982 Mitherausgeber der Rudolf Steiner Gesamtausgabe und seit 2000 Leiter des Rudolf Steiner Archivs in Dornach/Schweiz. Daneben publizistisch tätig und Kurator zahlreicher Ausstellungen mit Werken Steiners in Museen weltweit.
Gero Kurat, 1938 in Klagenfurt geboren, studierte Mineralogie und Petrographie mit Nebenfach Physik an der Universität Wien. Seit 1962 am Naturhistorischen Museum in Wien (Mineralogisch-Petrographische Abteilung) tätig, ab 1968 als Abteilungsleiter, seit dem 1. Januar 2004 im Ruhestand. Universitätsdozent, tit. ao. Professor für Petrologie und Planetologie an der Universität Wien. Sein wissenschaftliches Interesse konzentriert sich auf Meteorite, Mikrometeorite (kosmischer Staub), Mondgesteine, Gesteine des Erdmantels und die unbemannte Erkundung planetarer Oberflächen.
Katharina Lodders, Astrophasikerin, 1991 Promotion an der Johannes Gutenberg-Univer-sitä t und dem Max-Planck- Institut für Chemie in Mainz. Seit 1992 an der Washington Universita in St. Louis, USA. Lodders Forschungsschwerpunkte sind experimentelle und theoretische Untersuchungen in der Planetologie, Kosmochemie und Astronomie. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen.
Vrääth Öhner,1965 in Linz geboren. Studium der Publizistik- und Kommunikations-sowie der Theaterwissenschaft an der Universität Wien (Dissertation zum Thema Kino -Fernsehen - Computer. Wissen und Wahrheit in den neuen Medien). Film-, Medien- und Kulturwissenschaftler. Seit 1994 Lehrbeauftragter an der Universität Wien, zahlreiche Artikel und Vorträge zu Theorie und Ästhetik von Film und Fernsehen, zu Medien- und Populärkultur. Lebt in Wien.
Andreas Okopenko, 1930 in Kosice/Slowakei geboren. Chemiestudium, Herausgeber der «Publikationen einer wiener gruppe junger autoren». Seit 1968 freiberuflicher Schriftsteller, publiziert Lyrik, Essaas, Erzählungen, Romane und Hörspiele. Neben mehreren Auszeichnungen erhielt er 2002 den Georg-Trakl-Preis für Lyrik. Lebt in Wien.
Sibylle Omlin, 1965 geboren, lebt in Zürich und Basel. Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte der Neuzeit in Zürich. Seit 1990 Journalistin und freie Publizistin. 1995-2001 redaktionelle Mitarbeiterin der Neuen Zürcher Zeitung. 1999-2000 Co-Kuratorin der Ausstellung «Das Gedächtnis der Malerei» im Aargauer Kunsthaus Aarau (Mitherausgeberin der gleichnamigen Anthologie). 1999-2001 Dozentin für Kunsttheorie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, Studienbereich Theorie. Seit 2001 Leiterin der Abteilung Bildende Kunst/Medienkunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel.
Günter Paul, 1946 in Lüneburg geboren, studierte Physik mit den Schwerpunkten Astronomie und Weltraumforschung in Bonn. Promotion 1979, Wissenschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Rosa Pock, 1949 in Wagna, Südsteiermark, geboren, studierte Philosophie in Salzburg, lebt in Wien. Ihre erste Veröffentlichung «Monolog braucht Bühne» erschien 1993, es folgten «Ein Halbjahr im Leben einer Infantin» (1995), «spielmodell m» (1996), «die hundekette» (2000) und «eine kleine Familie» (2004).
Birgit Sattler, arbeitet als promovierte Limnologin an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkt: alpine Ökologie und Polarforschung. Österreichische Vertreterin des Europäischen Polarforums; Forschungsexpeditionen in die Arktis und Antarktis.
Jochen Schlüter, 1955 in Elmshorn, Schleswig-Holstein, geboren. Mineralogiestudium in Hamburg, Diplom (Lagerstättenkunde) 1980, Promotion (Petrografie) 1983. Prospektionstätigkeiten in Kanada, Chile, Österreich und Deutschland. Meteoritenexpeditionen in die Gobi-Wüste (Mongolei) und die Sahara (Niger und Libyen). Seit 1988 Leiter des Mineralogischen Museums der Universität Hamburg.
Paul Sipiera, Doktor der Naturwissenschaften, Universität Innsbruck; Professor für Geologie und Astronomie am Harper College in Palatine, Illinois/USA. Präsident der Planetara Studies Foundation in Crastal Lake, Illinois/USA; leitete drei Expeditionen in die Antarktis, deren Ziel es war, Meteoriten zu finden. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Fachpublikationen zu diversen wissenschaftlichen Themen.
Peter Sloterdijk, 1947 in Karlsruhe geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte in München. 1975 Promotion mit einer Studie zur Philosophie und Geschichte moderner autobiographischer Literatur. Seit 1980 freier Schriftsteller, Veröffentlichung zahlreicher Arbeiten zu Fragen der Zeitdiagnostik, Kultur- und Religionsphilosophie, Kunsttheorie und Psychologie. Seit 1992 ist er Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und leitet seit 1993 das Institut für Kulturphilosophie an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Michael Staudinger, Studium der Meteorologie und Geodanamik an der Universität Innsbruck, Institut für Meteorologie und Geodanamik. Promotion 1983, arbeitet an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodanamik, Regionalstelle für Salzburg und Oberösterreich. Spezialgebiete seiner Arbeiten sind Sanoptik, Klimatologie, und Lawinenkunde.
Raphael Urweider, 1974 in Bern geboren, Heimatort Schattenhalb, Schulen in Biel, Studium der Germanistik und Philosophie an der Uni Fribourg, Allgemeine Jazz-Schule Bern. Lebt und arbeitet als Lyriker, Theaterautor und Musiker in Bern und New York.
Karl Valentin, 1882 in München geboren, 1948 in Planegg gestorben. Kabarettist, Komiker, Filmproduzent.
Nives Widauer, 1965 in Basel geboren, Universität und Hochschule für Gestaltung (audiovisuelle Gestaltung bei Rene Pulfer und Enrique Fontanilles) in Basel. Seit 1989 in den Bereichen Video(-Installation), Fotografie und (Video-)Bühnenbild künstlerisch tätig, lebt in Wien.
Margit Zuckriegl, 1955 in Salzburg/Österreich geboren, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie in Salzburg und Rom, 1983 Promotion. Studienaufenthalte in den USA und Barcelona. Kuratorin für zeitgenössische Kunst an den Salzburger Landessammlungen Rupertinum und seit 1985 Leiterin der Österreichischen Fotogalerie. 2004 Lehrauftrag am Kunsthistorischen Institut der Universität Salzburg. Zahlreiche Publikationen zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Lebt in Salzburg.